Gersprenz und Ober-Kainsbach

Die Vergangenheit der beiden Orte ist eng miteinander verknüpft. Beide sind bereits 1012 urkundlich erwähnt. Gersprenz als „Gaspenza“ und Ober-Kainsbach als „Cuningesbach“. Weitere Nennungen folgen für Gersprenz in den Jahren 1408 und 1450 als „Gerspentze“, für Ober-Kainsbach 1333 als „Kuningisbach“ und „Cuynesbach“. 1408 als „Konsbach“, 1443 als „Kunspach“ und 1541 als „Obern Kainsbach“.

Eine Reihe von Urkunden gibt Zeugnis einer wechselvollen Geschichte. Durch Kauf, Erbschaften und Tausch wechselte die Herrschaft über die Zent Ober-Kainsbach (Ober-Kainsbach und Gersprenz) mehrfach.

Um das Jahr 1551 wurden die Orte Ober-Kainsbach, Ober- und Unter-Gersprenz dem Amte Reichelsheim zugeteilt und alle drei Dörfer waren von 1555 an auch Filialen der dortigen Kirche. Die kirchliche Verbindung blieb über die Jahrhunderte erhalten, bis die Orte 1962 in das Kirchspiel Beerfurth eingegliedert wurden.

In den Jahren 1624/1625 erhielt die Zent Ober-Kainsbach einen Galgen und etwa zur gleichen Zeit wurde auch die nach dem Gersprenztal weithin sichtbare Friedhofskapelle am Eingang des gemeinsamen Friedhofes von Gersprenz und Ober-Kainsbach errichtet. Der Sage nach fuhr in all dieser langen Zeit als Künder von Krieg und Frieden der „Schnellertsgeist“ mit seinem Gefolge mit lautem Getöse vom Schnellerts durch die Scheune des „Haalbauern“ zum Rodenstein und wieder zurück. Dort, wo nach der Sage der Geist seine Ruhestätte hat, liegen die spärlichen Reste einer mittelalterlichen Kleinburg, von der man heute nicht weiß, wer einstmals ihr Burgherr war.

 

182 Einwohner
 

Ortsvorsteher
Jürgen Dingeldein (SPD)

Gersprenztalstraße 17

64385 Reichelsheim

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