Liebe Reichelsheimerinnen und Reichelsheimer


am Donnerstag, den 11. April fand in der Reichenberghalle eine Bürgerversammlung zum Thema Zukunftsimpulse für Reichelsheim, Umfang mit Leerstand, statt (siehe Echo-Artikel vom 15. April 2019).


Moderiert wurde diese Veranstaltung von Roland Gruber, der schon zahlreiche solcher Projekte begleitet hat.


Als Referenten konnten das Amt für Bodenmanagement Heppenheim, welches momentan ein Leerstandkataster für die Kommunen des Odenwaldkreises entwickelt und 8 weitere Unternehmer aus Reichelsheim und der näheren Umgebung gewonnen werden, die ihre Geschäftsideen in vormals leerstehenden Gebäuden ausüben.


Warum will sich Reichelsheim mit Leerstandsmanagement beschäftigen?


Aus aktuellen Besprechungen mit übergeordneten Behörden in Bezug auf Flächennutzungsplan und Baugebieten wird ersichtlich, dass die stetige Entwicklung der Kommune nach außen in diesem Maß so nicht mehr möglich ist.


Gleichzeitig wurde solch eine Außenentwicklung zu einer Verödung der Ortskerne führen.


Dabei ist speziell die Zentrumsnähe durch eine besonders gute Versorgung gekennzeichnet. Die Ortsmitte ist ein Ort, an dem sich gerade auch Senioren niederlassen können, wenn es dort geeignete, seniorengerechte Immobilien gibt. Zentrumsferne Immobilien führen oftmals über kurz oder lang zu Mobilitätsproblemen. Diese Entwicklungen will Reichelsheim aktiv angehen, eine aktive Rolle einnehmen.


Gerne sind wir zum Beispiel bei der Vermittlung von Haus- und Wohnungseigentum an Interessenten behilflich. Immer öfter erreichen uns Anfragen von Wohnraum, der zu kaufen oder zu mieten ist. Unsere Homepage bietet dafür einen eigenen Menüpunkt und als Ansprechpartner in der Verwaltung fungiere ich selbst oder Herr Krippner im Bauamt.


Gleichzeitig wollen wir unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger dazu ermutigen, sich frühzeitig Gedanken über ihre Immobilie zu machen. Ist es zum Beispiel möglich, eine junge Familie ins Haus mit aufzunehmen, die sich gegen Einräumung eines lebenslangen Wohnrechtes dazu verpflichtet, die nötigen Investitionen am Haus vorzunehmen?


Darüber hinaus geht es aber auch darum, den Ortskern zu einem attraktiven Treffpunkt der Generationen zu machen. Dazu kamen auf der Bürgerversammlung schon wunderbare Vorschläge, wie ein Straßencafé, eine temporäre Gastronomie oder der Ausbau der Stockwiesen zu einer kleinen Seen-Landschaft.


Sie sehen, liebe Reichelsheimerinnen und Reichelsheimer, hier ist viel zu tun, was aber nur gemeinsam mit ihnen angepackt werden kann.


Ich bin mir sicher, dass uns das in den nächsten Jahren zusammen gelingt.


Ihr Bürgermeister
Stefan Lopinsky