Sicherheit und Ordnung
Vermehrtes Auftreten des Riesenbärenklaus in Reichelsheim
Bild: Beate Alberternst
Der Riesenbärenklau enthält in allen Pflanzenteilen – insbesondere im Pflanzensaft – sogenannte Furocoumarine. In Kombination mit Sonnenlicht (UV-Strahlung) führt der Hautkontakt zu schweren phototoxischen Reaktionen. Dies zeigt sich meist erst nach 12 bis 24 Stunden durch schmerzhafte Rötungen, Schwellungen und Blasenbildung, die Verbrennungen ersten bis zweiten Grades gleichen und nur langsam abheilen.
Um Verwechslungen mit heimischen Pflanzen wie dem kleineren Wiesenbärenklau zu vermeiden, sollten folgende Merkmale beachtet werden:
- Die Pflanze erreicht innerhalb kurzer Zeit eine Höhe von 2 bis über 4 Metern.
- Die weißen Blütendolden sind tellerförmig und erreichen einen Durchmesser von bis zu 50 Zentimetern.
- Der Stängel ist dick (bis zu 10 cm Durchmesser), hohl, gefurcht und weist meist purpurrote Flecken sowie steife Borsten auf.
- Die Blätter sind tief eingeschnitten, scharf gezähnt und können eine Länge von mehr als einem Meter erreichen.
Verhaltensregeln und Verhalten im Notfall
- Berühren Sie die Pflanze unter keinen Umständen. Halten Sie Kinder und Haustiere fern.
- Bei Berührung die betroffenen Hautstellen umgehend gründlich mit Wasser und Seife waschen und mindestens 48 Stunden lang vor Sonnenlicht schützen.
- Bei Hautreizungen oder Blasenbildung sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.
Die Gemeindeverwaltung bittet alle Bürgerinnen und Bürger – insbesondere Eltern – bei Spaziergängen, Ausflügen und Freizeitaktivitäten in der Natur aufmerksam zu sein.
Sollten Sie eine Ansiedlung des Riesenbärenklaus entdecken, bittet die Gemeinde um Meldung unter 06164 508-38 oder per Mail an ordnungsamt@reichelsheim.de.

